Vom Namen zur Adresse
Rechner sprechen in Zahlen, Menschen in Namen. Das Domain Name System (DNS) ist die Übersetzung dazwischen, und es ist keine zentrale Datenbank, sondern eine Kette von Zuständigkeiten. Wer die Kette kennt, versteht sofort, warum eine Änderung manchmal in Sekunden wirkt und manchmal einen Tag braucht.
Die Namenshierarchie
Abschnitt betitelt „Die Namenshierarchie“Ein Name wird von rechts nach links gelesen. Bei www.beispiel.de. steht rechts der Punkt für
die Wurzel, links davon de als Top-Level-Domain, dann beispiel als die eigentliche
Domain, und www ist ein Name innerhalb dieser Domain.
Jede Ebene weiß nur, wer für die nächste zuständig ist. Die Wurzel kennt die Server für de, die
de-Ebene kennt die Server für beispiel.de, und erst diese kennen die Adresse von www. Diese
Weitergabe von Zuständigkeit heißt Delegierung.
Wer welche Rolle hat
Abschnitt betitelt „Wer welche Rolle hat“Drei Beteiligte, die leicht durcheinandergehen:
Die Registry ist die Vergabestelle einer Endung. Sie führt die verbindliche Liste aller
Domains darunter und trägt ein, welche Nameserver für eine Domain zuständig sind. Für .de ist
das die DENIC, für andere Endungen jeweils eine eigene Organisation. Die Koordination der Endungen
insgesamt liegt bei der ICANN, die Nummernvergabe bei der IANA.
Der Registrar ist der Anbieter, bei dem du die Domain registrierst. Er stellt den Antrag bei der Registry, führt die Kontaktdaten und ist dein Vertragspartner. regfish ist ein Registrar.
Der Inhaber bist du. Die Domain ist ein befristetes Nutzungsrecht, kein Kauf: sie läuft ab und muss verlängert werden.
Wie eine Anfrage abläuft
Abschnitt betitelt „Wie eine Anfrage abläuft“Ruft jemand www.beispiel.de auf, fragt sein Rechner nicht die Wurzel, sondern einen
Resolver, meist beim Zugangsanbieter oder als öffentlicher Dienst. Der Resolver arbeitet die
Kette ab: Wurzel, dann de, dann die zuständigen Nameserver der Domain. Die letzten in der Kette
heißen autoritativ, weil sie die Antwort nicht weitergeben, sondern selbst kennen.
Das passiert nur beim ersten Mal vollständig. Danach merkt sich der Resolver die Antwort.
TTL und warum Änderungen Zeit brauchen
Abschnitt betitelt „TTL und warum Änderungen Zeit brauchen“Jeder Eintrag trägt eine TTL (Time To Live) in Sekunden. Sie sagt, wie lange ein Resolver die Antwort zwischenspeichern darf.
Der entscheidende Punkt daran wird oft falsch verstanden: Für die Wirkung einer Änderung gilt nicht die neue TTL, sondern die alte, die beim letzten Abruf noch galt. Wer eine Umstellung plant, senkt die TTL deshalb vorher und stellt erst danach um.
Zone und Record
Abschnitt betitelt „Zone und Record“Die Zone ist der Datenbestand zu einer Domain, also die Sammlung aller Einträge, für die ihre Nameserver zuständig sind. Ein Record ist ein einzelner Eintrag darin, mit Typ, Name, Daten und TTL.
Wichtig ist die Trennung von Vertrag und Daten: Die Zone kann bei regfish liegen, wirksam wird sie aber erst, wenn die Registry auch die regfish-Nameserver als zuständig einträgt. Bis dahin antwortet der alte Anbieter. Genau daran scheitern die meisten Umzüge, die aussehen wie ein Fehler in der Zone.
Was das im dash bedeutet, steht unter DNS-Einträge; die Begriffe der API dazu stehen in den Grundbegriffen.