Wo Inhalte liegen
Der Name führt zur Adresse, die Adresse zu einem Rechner. Dieser Abschnitt erklärt, was dort passiert, und zwar aus der Sicht dessen, der eine Website betreibt, nicht aus der Sicht des Rechenzentrums.
Ein Server, viele Websites
Abschnitt betitelt „Ein Server, viele Websites“Ein Webserver ist das Programm, das Anfragen aus dem Netz annimmt und Dateien oder Ergebnisse zurückgibt. Er bedient dabei nicht eine Website, sondern viele: Der Browser schickt den gewünschten Namen mit, und der Server entscheidet daraufhin, welche Website gemeint ist. Diese Zuordnung heißt virtueller Host.
Das ist der Grund, warum eine Domain nicht automatisch funktioniert, sobald sie auf die richtige Adresse zeigt. Der Server muss den Namen auch kennen. Zeigt die Domain auf einen Server, der sie nicht zugeordnet hat, kommt eine fremde Seite oder ein Fehler.
Zu jedem virtuellen Host gehört eine Dokumentenwurzel, also das Verzeichnis, ab dem der Server liefert. Alles darunter ist erreichbar, alles darüber nicht. Wer Zugangsdaten oder Sicherungen versehentlich in dieses Verzeichnis legt, veröffentlicht sie.
Geteilt, eigen, verwaltet
Abschnitt betitelt „Geteilt, eigen, verwaltet“Drei Betriebsarten, die sich in der Frage unterscheiden, wer wofür verantwortlich ist:
Beim geteilten Hosting laufen viele Kunden auf einem System. Der Anbieter pflegt Betriebssystem, Webserver und Laufzeitumgebung, du lieferst Inhalte. Günstig, wenig Aufwand, wenig Freiheit.
Bei einem eigenen Server (physisch oder virtuell) hast du die volle Kontrolle und die volle Verantwortung, einschließlich Sicherheitsaktualisierungen.
Beim verwalteten Hosting einer bestimmten Anwendung, etwa WordPress, übernimmt der Anbieter auch die Pflege dieser Anwendung. Der Unterschied zum geteilten Hosting liegt nicht in der Hardware, sondern in der Frage, wer die Aktualisierungen einspielt.
Was „Cloud” bedeutet
Abschnitt betitelt „Was „Cloud” bedeutet“Der Begriff beschreibt kein technisches Verfahren, sondern ein Betriebsmodell: Rechenleistung, Speicher und Dienste werden nicht gekauft, sondern nach Nutzung bezogen und über eine Schnittstelle bereitgestellt. Wesentlich sind drei Eigenschaften: Abrechnung nach Verbrauch, Bereitstellung in Minuten statt Wochen, und Bedienung über eine API statt über einen Auftrag.
Üblich ist die Unterscheidung nach der Tiefe der Verantwortung. Wird nur Infrastruktur bezogen, bleibt alles darüber deine Aufgabe. Wird eine Plattform bezogen, gibst du den Betrieb der Laufzeitumgebung ab. Wird eine fertige Anwendung bezogen, gibst du alles ab außer der Nutzung.
Das ist keine Frage der Größe: Ein einzelnes verwaltetes Postfach ist nach dieser Einteilung eine fertige Anwendung, ein gemieteter virtueller Server ist Infrastruktur.
Was das für eine Domain heißt
Abschnitt betitelt „Was das für eine Domain heißt“Damit eine Website erreichbar ist, müssen drei Dinge zusammenpassen: Die Domain zeigt per A- oder AAAA-Record auf die Adresse des Servers, der Server kennt den Namen als virtuellen Host, und ein Zertifikat für genau diesen Namen liegt vor. Fehlt eines davon, ist der Fehler jeweils ein anderer, und die Reihenfolge der Prüfung spart Zeit.
Die eigenen Pakete und ihre Zuordnung stehen unter Webhosting im dash.